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EU: Kommission warnt vor gefälschten Arzneimitteln im Internet -„Rimonabant“

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Kommission warnt vor gefälschten Arzneimitteln im Internet

Die Europäische Kommission warnt vor Fälschungen des Arzneimittels ?Rimonabant", die derzeit über mehrere Internetadressen verkauft werden. ?Rimonabant" wurde für die Behandlung von Fettleibigkeit und den damit zusammenhängenden Risikofaktoren sowie für die Raucherentwöhnung entwickelt. Das Medikament wird zur Zeit noch von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) geprüft. Die Zulassung für dieses Produkt wird von der Europäischen Kommission erst erteilt, wenn die Anforderungen an die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit vom wissenschaftlichen Ausschuss der EMEA als zufrieden stellend bewertet werden. Diese Zulassung wurde jedoch noch nicht erteilt. Nach erfolgter Zulassung beabsichtigt das Unternehmen, ?Rimonabant" unter der Bezeichnung ?AcompliaTM" zu vermarkten. Patienten, die nicht zugelassene und nachgeahmte oder illegale Kopien von ?Rimonabant" kaufen, gefährden möglicherweise ihre Gesundheit. Dieses jüngste Beispiel bestätigt die Besorgnis der Europäischen Kommission, dass sich Kriminelle die Anonymität des Internets zunutze machen, um gefälschte, veränderte und nicht zugelassene Arzneimittel an ahnungslose Kunden zu verkaufen und dadurch sowohl Leben gefährden als auch die pharmazeutische Industrie schädigen.

Der für Unternehmen und Industrie zuständige Vizepräsident der Kommission, Günter Verheugen, erklärte: ?Ich bin sehr beunruhigt über die stetig zunehmende Zahl an gefälschten Arzneimitteln, die über das Internet verkauft werden. Dies ist eine echte Gefahr für die Gesundheit von Patienten. Die Kommission arbeitet mit europäischen und internationalen Partnern zusammen, um all die Möglichkeiten auszuschöpfen, die sicherstellen, dass legale Vermarktungsmethoden für Arzneimittel eingehalten und durchgesetzt werden."

Betrüger versuchen, die geltenden Rechtsvorschriften der Zulassung und Überwachung durch die jeweiligen Behörden zu umgehen. Nach einer vor kurzem durchgeführten Untersuchung durch die Mitgliedstaaten wurden 170 gefälschte Arzneimittel entdeckt, die während der letzten fünf Jahre über illegale Vertriebskanäle angeboten wurden. Häufig wurde dieser illegale Handel über das Internet abgewickelt. Unter den nachgewiesenen Fällen spielten ?Lifestyle-Medikamente", Wachstumshormone zum Muskelaufbau und Schlafmittel eine besondere Rolle. Nicht genehmigte Kopien und Nachahmungen von zugelassenen Arzneimitteln zur Behandlung von Erektionsproblemen (z. B. ViagraR [2], CialisR [3]) und Virusinfektionen (z. B. TamifluR [4]) befanden sich ebenfalls auf der Verkaufsliste von Arzneimittelfälschern. Unter den Arzneimittelfälschungen finden sich Produkte, die keinen oder den falschen medizinischen Wirkstoff enthalten.

Während möglicherweise der Ruf eines Produkts und eines Unternehmens, das in die Erforschung und Anwendung dieses Produkts investiert, beschädigt wird, versuchen Kriminelle davon zu profitieren, ohne jedoch Verantwortung und Risiken zu übernehmen.

Vor einer Vermarktung in der EU muss jedes Arzneimittel einer strengen Zulassungsprüfung unterzogen werden, um nachzuweisen, dass es wirksam ist, hinreichende Sicherheit bietet und hohen Qualitätsstandards genügt. Dies wird durch ein strenges Zulassungsverfahren für neue Arzneimittel sichergestellt. Die EU verfügt außerdem über einen stabilen Rechtsrahmen für die Zulassung, Herstellung und Vermarktung von Medikamenten. Am Ende der Vertriebskette ist es nur zugelassenen Apotheken und Einzelhändlern mit einer Genehmigung gestattet, Medikamente zu verkaufen. Dies schließt den rechtmäßigen Verkauf über das Internet ein.

Die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten arbeiten bei der Bekämpfung von Arzneimittelbetrug eng zusammen. Die Kommission analysiert derzeit die Situation und kooperiert dabei mit den Mitgliedstaaten, der Europäischen Arzneimittelagentur sowie internationalen Partnern, um den Schutz der Patienten und der Industrie vor illegaler Nachahmung von Arzneimitteln weiter zu verbessern. Das Ziel besteht darin, festzustellen, welche weiteren Möglichkeiten zum Schutz der öffentlichen Gesundheit möglicherweise erforderlich werden.

http://tinyurl.com/k23pz

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