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„Freundschaftsservice“ oder wenn Glücklichsein ein kleines Vermögen kostet

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"Freundschaftsservice" oder wenn Glücklichsein ein kleines Vermögen kostet

Viele Menschen, insbesondere auch die Generation 60+, haben den Wunsch, einen passenden Partner fürs Leben zu finden. Das Geschäft mit der Einsamkeit nutzen findige und häufig auch skrupellose Partnervermittler aus. Sie fordern dann für einen oder mehrere Partnervorschläge gleich mehrere Tausend Euro. Dies verleitet häufig die liebesbedürftigen Kunden dazu, ihr Konto zu überziehen und ihren Dispositionskredit
auszuschöpfen, damit der Vermittler die entsprechenden Adressen rausrückt.
Aktuell hat sich eine Lübecker Seniorin an die Verbraucherzentrale gewandt. Sie ist Opfer der bundesweit tätigen "Freundschaftsservice
& Freundschafts-Vermittlungs GmbH" mit Sitz in Hannover geworden.
Sie meldete sich auf eine Anzeige des "Freundschaftsservices", in der
"Herrmann, 65 J., Ingenieur …u. Witwer. Attraktiv mit strahlenden Augen, e. gepflegten Äußeren & sportlicher Figur… eine "Frau mit
Herz und Wärme" suchen würde. Es folgte ein Treffen mit einer Mitarbeiterin der Partneragentur. Diese überredet die ältere Dame einen "Dienstleistungsauftrag" zu unterzeichnen. Sie sollte diesem Vertrag
entsprechend insgesamt 2.965,00 € für die Vermittlung von 4 Partnern zahlen. Zunächst zahlte sie 1.500 € per Kartenlesegerät, das die Vermittlerin zwecks sofortiger Zahlung praktischer weise dabei hatte.
Die Bezahlung des Restbetrages erfolgte wenige Tage später. Zu einem Treffen mit "Herrmann" oder einem anderen Interessenten ist es nicht
gekommen.
Die Dunkelziffer der Geschädigten dürfte sehr groß sein, denn seit Jahren kommen ältere Verbraucher in die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale, weil sie mehrere tausend Euro an zweifelhafte
Partneragenturen gezahlt haben und die vorgeschlagenen Partner häufig nicht dem gewünschten Profil entsprechen oder weil es sich um bezahlte Scheinsuchende handelt, die lediglich als Lockvögel dienen.
Befindet sich das Geld auf dem Konto der Partnervermittler scheuen die Geschädigten vielfach davor zurück ihre Erstattungsansprüche gerichtlich geltend zu machen, weil es Ihnen peinlich ist oder weil sie nicht zusätzlich ein Prozesskostenrisiko eingehen wollen. Wir empfehlen allen Partnersuchenden daher die diskretere, wesentlich preiswertere und erfolgversprechendere Suche über Partnersuchportale im Internet, die es speziell auch für ältere Partnersuchende gibt.
Für alle Partnersuchenden empfiehlt sich der Ratgeber der Verbraucherzentrale Link öffnet in neuem Fenster"Gesucht: Neue Liebe – Partnervermittlung auf dem Prüfstand", der u. a. über die Tricks von Partneragenturen, sowie über die eigenen Rechte informiert.
aus
http://www.verbraucherzentrale-sh.de/UNIQ128435965217499/link786161A


 

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8 Kommentare zu „Freundschaftsservice“ oder wenn Glücklichsein ein kleines Vermögen kostet

  1. diesen „Freundschgaftsservice gibts ja IMMER NOCH!! hab gerade seine INternetseite besucht, im Impressum genau o.g. Anschrift.

    WIESO kann man den so einen Laden nicht wegen unlauteren Wettbewerbs oder Wucherei oder so anzeigen und verbieten??!!

  2. Liebe Mit Bürger, Frauen und Männer, ich kann nur jeden raten, kein Bares zu zahlen !!
    Und sich bei Kündigungen an den Verbraucherschutz zuwenden ! Sich nicht auf Gespräche ein zulassen !!

  3. ACHTUNG!!!
    Die gibt es noch! Die belügen und betrügen täglich durch gefakte Anzeigen! Ich bin aktuell darauf hereingefallen. Man hat mich drei Std. beredet, ist auf mich eingegangen und hat mir Honig ins Seelengetriebe geschmiert. Am Ende sollte ich einen Vertrag für sechs Angebote für sage und schreibe 4.000€ netto unterschreiben. Ich sagte, ich gebe lediglich 500€ aus. Man telefonierte und bot mir hiernach drei Angebote für 1.000€ netto an. Ich war dumm genug und habe unterschrieben. Vor Ort bezahlte ich mit Karte gleich 400€ und habe eine Überweisung für vier Wochen später von 790€ unterschrieben. 3 Std. später habe ich schriftlich widerrufen! Es gab keinen Widerruf in den mangelhaften AGB’s. Man rief mich an, sie würden doch gerne solch eine attraktive Dame vermitteln. Ich verneinte und bekam einen Brief, Widerruf sei nicht möglich, doch sie würden einer sofortigen Kündigung für einen Unkostenbeitrag von 730€ akzeptieren!!
    Ich beauftragte einen RA für Verbraucherschutz. Doch dieser verschenkte in einem Vergleich meine 400€, was mich enorm ärgert. Die FRS GmbH hat sich natürlich darauf eingelassen und prompt pünktlich meine Überweisung eingereicht!! Ich konnte die Abbuchung noch durch Banktelefonat stoppen, bin jedoch sehr versucht Strafanzeige zu erstatten.
    Wahrhaftig Betrüger! Ich bin richtig wütend.

    • Hallo,
      die netten Damen, die Dich zum Vertrag überredet haben, sind höchstwahrscheinlich Scheinselbständige. D.h. der Freundschaftsserveice bezahlt keine Sozialabgaben für die Damen und sollte es zutreffend sein, dann wäre das gesetzwidrig. Vielleicht lässt Du es durch die Behörden mal überprüfen.

      LG KArin

  4. Bin über „Weinheim exra“ auf die Anzeige von Freundschaftsservice GmbH gestolpert. Was mir gleich aufgefallen ist, es gibt keinen Zugangscode zu der Person. Bei allen die gleiche Telefonnummer (062140595XX) Nun hab ich mal im Internet nachgesehen. In den AGB“s keine Angaben zu den Entgeltleistungen. Nun ein Anruf. Meine erste Anfrage was mich das kostet würde wurde nicht beantwortet. Ich wurde nach dem Namen im Inserat gefragt. Dann weiter Angaben zu meiner Person. Wieder Anfrage zu den Kosten. Keine Auskunft. Antwort: Ich würde in ca. 15 bis 20 Minuten angerufen werden. Das war auch so. Nur!!! Nun wollte eine Dame bei mir in der Wohnung vorbei kommen um weitere Kontakte zu dem Inserenten zu besprechen. Weiter bin ich dann nicht mehr gegangen. Denn da wurde es mir zu suspekt.

  5. Dieser „Freundschaftsservice“ schaltet immer noch Anzeigen in der lokalen Presse. Hatte da in einem einsamen Moment bei der angegebenen Nummer einer Bekanntschaftsanzeige angerufen. Mir ging das dann mit dem Treffen viel zu schnell. Habe mir dann infos per Email senden lassen. Allerdings wollte ich die AGBs, die sie mir nicht mitschickten. Dann haben die sich sogar zwei Tage später nochmal telefonisch mit unterdrückter Nummer bei mir gemeldet und nachgefragt, ob ich denn nun an einem Kennenlernen interessiert wäre – Kennenlernen wohlgemerkt nicht mit der Dame aus der Anzeige, sondern zwischen Agentur und mir. Zum Glück gingen dann schnell die Alarmglocken, nachdem der Vertreterin dieser Agentur am Telefon das wichtigste war, zu wissen, welchem Beruf ich nachgehe – die Dame aus der Anzeige hätte da angeblich nochmal nachgefragt …
    Ich habe denen dann ganz klar mitgeteilt, dass ich es unseriös finde, wenn ich VORHER keine AGBs einsehen könnte und habe den anvisierten Termin abgesagt.

  6. Als ehemalige Mitarbeiterin des FS kann ich nur bestätigen, dass man für sein Geld nichts bekommt, jedenfalls ist das die Regel. Sie wollen nur das Geld des Kunden.
    Die Damen, h.-Jürgen Rux hat die Vorgehensweise ja beschrieben, arbeiten, so weit mir bekannt, als freie Mitarbeiter und dies könnte in diesem Fall eine Scheinselbstständigkeit sein. Sollte dies zutreffen, dann werden Sozialbeiträge hinterzogen!
    Warum kümmern sich unsere Sozialkassen eigentlich nicht darum?!

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