Werbung

EU-Kommission stärkt Verbraucherrechte für 120 Millionen Urlauber

Werbung


Kommission stärkt Verbraucherrechte für 120 Millionen Urlauber

Rechtzeitig zu Beginn der Ferienzeit schlägt die Europäische Kommission eine Modernisierung der EU-Vorschriften über Pauschalreisen vor, um Urlaubern einen besseren Schutz zu ermöglichen.


 

 

 

 

 

 

Bisherige Grundlage für den Schutz von Ferienreisenden in der EU ist die Pauschalreise-Richtlinie von 1990. Sie bietet Verbrauchern, die Pauschalreisepakete beispielsweise mit Flug, Unterkunft und Mietwagen buchen, einen umfassenden Schutz: Erhalt sämtlicher erforderlichen Informationen vor Vertragsabschluss, Haftung für sämtliche im Pauschalpaket enthaltenen Leistungen und Rückreiseversicherung bei Insolvenz eines Reiseveranstalters.

Mit der Reform reagiert die Kommission auf einen grundlegenden Wandel des Reisemarkts: Urlauber stellen ihr Urlaubsprogramm immer häufiger nach ihrem persönlichen Bedarf zusammen und greifen dabei zunehmend u. a. auf das Internet zurück, um Reisearrangements miteinander zu kombinieren, anstatt vorab festgelegte Pauschalreisen aus Katalogen zu bestellen .

Die Anwendung der geltenden Vorschriften ist im Internet-Zeitalter problematisch: Verbraucher buchen zunehmend maßgeschneiderte Pakete im Internet (von einem oder mehreren geschäftlich miteinander verbundenen Anbietern), bei denen sie nicht sicher sein können, ob sie im Ernstfall geschützt sind. Auch die Anbieter sind sich in solchen Fällen über ihre Verpflichtungen oft nicht im Klaren. Mit der heute vorgeschlagenen Aktualisierung soll die Pauschalreise-Richtlinie von 1990 deshalb vor allem an das digitale Zeitalter angepasst werden. Damit werden die dort enthaltenen Verbraucherschutzbestimmungen auch auf die 120 Millionen Verbraucher ausgeweitet, die solche individuellen Reisearrangements erwerben.

Mit der Reform werden nicht nur bestehende Schutzvorschriften auf individuelle Pauschalreisen ausgeweitet – sie enthält noch weitere Vorteile für Verbraucher und Unternehmen.

Vorteile für die Käufer herkömmlicher und individueller Pauschalreisen:

  1. strengere Kontrolle von Zuschlägen (der Gesamtpreis darf höchstens um 10 % steigen) und Pflicht zur Weitergabe von Preissenkungen unter vergleichbaren Voraussetzungen;
  2. verbesserte Stornierungsrechte: mehr Flexibilität für die Verbraucher durch die Möglichkeit, gegen eine angemessene Entschädigung vor Reiseantritt vom Vertrag zurückzutreten; im Fall von Naturkatastrophen, Unruhen oder ähnlichen schwerwiegenden Ereignissen am Bestimmungsort, die den Urlaub beeinträchtigen würden, kann der Reisevertrag sogar entschädigungsfrei storniert werden (beispielsweise bei Reisewarnungen der Botschaften);
  3. bessere Information zu Haftungsfragen: die Verbraucher werden in klarer und verständlicher Sprache informiert, dass der Reiseveranstalter für die ordnungsgemäße Erbringung sämtlicher Vertragsleistungen verantwortlich ist – momentan führen divergierende einzelstaatliche Haftungsvorschriften oftmals dazu, dass Reiseveranstalter und Reisevermittler jegliche Haftung unter Verweis auf die andere Seite von sich weisen;
  4. besserer Schadensersatz: die Kunden können nicht nur Preissenkungen bei Mängeln geltend machen, sondern auch für immaterielle Schäden – insbesondere bei entgangener Urlaubsfreude – Schadensersatz verlangen;
  5. ein Ansprechpartner, wenn etwas schief läuft: die Verbraucher können Beschwerden oder Ansprüche direkt beim Reisevermittler (Reisebüro) geltend machen, bei dem sie ihre Reise gekauft haben.

Vorteile für die Käufer sonstiger individueller Reisearrangements:

  1. das Recht auf Erstattung der Reisekosten und gegebenenfalls Rückreise, wenn der Verkäufer, das Beförderungsunternehmen oder ein anderer Dienstleister während der Urlaubsreise Insolvenz anmeldet;
  2. bessere Information, wer für die einzelnen Leistungen haftet.

Weniger Bürokratie und Rechtskosten für die Unternehmen durch:

  1. Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen;
  2. Abschaffung veralteter Anforderungen wie des Nachdrucks von Katalogen, wodurch Reiseveranstalter und Reisevermittler ca. 390 Mio. EUR pro Jahr einsparen;
  3. Herausnahme der organisierten Geschäftsreisen aus der Richtlinie, was zu Einsparungen in Höhe von bis zu 76 Mio. EUR pro Jahr führen wird;
  4. EU-weite Bestimmungen über Informationen, Haftung und gegenseitige Anerkennung von Insolvenzschutzsystemen, was den grenzüberschreitenden Handel erleichtert.

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-663_de.htm

Werbung

1 Kommentar zu EU-Kommission stärkt Verbraucherrechte für 120 Millionen Urlauber

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Zur Werkzeugleiste springen